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Schul-
mediation

Schulmediation


Mediationsprojekte an Schulen können ein Anfang oder auch ein weiterer Beitrag sein, für eine gesunde Streitkultur an Schulen zu sorgen. So berichten Schulen, dass mit dem Einsatz und Engagement von Schülermediator*innen sich das gesamte Schulklima nachweislich verbessern lies.

Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und vor allem auch Schülerinnen und Schüler lassen sich zu Mediator*innen ausbilden und bieten ihre Dienste dann denjenigen an, die miteinander im Clinch liegen. Sie bekommen einen speziellen Raum in der Schule zugewiesen, in dem sie ungestört mit den Streitparteien über ihren Konflikt sprechen können. Sie hören beiden aufmerksam zu, zeigen Verständnis für ihre Gefühle und tragen dadurch schon zu einer ersten Beruhigung bei.

Mediator*innen bewerten nicht das, was ihnen berichtet wird, sondern verhalten sich beiden Streitparteien gegenüber neutral. Dann helfen sie beim „Sortieren“ von Gefühlen und daraus abgeleiteten Worten und Handlungen. Beide Konfliktparteien sehen, wie es der anderen geht und verstehen danach besser, wie es zur Eskalation ihrer Auseinandersetzung gekommen ist.
Wichtiger Aspekt bei Schulmediationen: es findet ein gegenseitiges Lernen im Umgang mit Konflikten und Streitereien statt!

Mediation in Diversity bildet sowohl Lehrer wie Eltern, als auch Sozialpädagogen wie Erzieherinnen zu Schulmediator*innen aus (Schulmediation) und führt Ausbildungskurse an den Schulen vor Ort durch (Schülermediation).

Für die Erwachsenen gestalten unsere Ausbilder den Kurs Mediation in Kita, Hort und Schule an den Erzieherfachschulen im Weiterbildungs-bereich des Sozialpädagogischen Instituts Berlin (SPI) am Halleschen Ufer (www.stiftung-spi.de).

Anerkennung als Schulmediator BM / Schulmediatorin BM

Durch die Fachgruppe Mediation in Erziehung und Bildung des Bundesverbandes Mediation wurden folgende Standards festgelegt:

1. Formale Anforderungen an die Ausbildung
1.1 60 Zeitstunden Ausbildung im Bereich Schulmediation. Davon müssen mindestens 30 Zeitstunden durchgehend von einem / einer Ausbilderin BM erfolgen.
1.2 20 Zeitstunden Supervision / Intervision. Davon müssen mindestens 10 Zeitstunden Supervision sein.
1.3 Ausbildung und Supervision / Intervision umfasst einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten.
1.4 Durchführung eines Trainings für Schülermediator*innen (mind. 40 Zeitstunden) in Leitung / verantwortlicher Co-Leitung oder Durchführung von Klassenprogrammen, die der Vermittlung der Mediationsgrundhaltung dienen. (jeweils 40 Zeitstunden in einer Gruppe)
2. Formale Anforderungen an die Anerkennung
2.1 Die Anerkennung wird von der Fachgruppenleitung (MEB / BM) ausgesprochen.
2.2 Es müssen mindestens 6 Fälle und mindestens 10 Zeitstunden Mediation in der Schule nachgewiesen werden.
2.3 Diese 6 Fälle müssen dokumentiert werden (siehe „Leitfaden zur Darstellung und Reflexion einer Mediation“).
2.4 Für den Nachweis der Leitung / Co-Leitung eines Trainings für Schülermediator*innen oder eines Klassenprogramms ( 40 Zeitstunden) ist ein Bericht anzufertigen. Der Bericht über das Training von Schülermediator*innen bzw. die Durchführung eines Klassenprogramms soll insbesondere die Implementierung bzw. die Weiterentwicklung von Schulmediation an der betreffenden Schule bzw. in der Klasse reflektieren.

Die Schulmediator*innen erhalten nach der Erfüllung der formalen Anforderungen von ihrem / ihrer Ausbilder*in ein Zertifikat, aus dem hervorgeht, dass die Ausbildung zum / zur Schulmediator*in nach den Standards und Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbandes MEDIATION für Schulmediation erfolgt ist.

Steffen Kanis, Ausbilder BM® von Mediation in Diversity, führt die Kurse Mediation in Kita, Hort und Schule im Weiterbildungsbereich an der Erzieherfachschule des Sozialpädagogischen Instituts Berlin (SPI) am Halleschen Ufer (www.stiftung-spi.de) durch.